Fragwürdige Forschung: Coca-Cola geht einen verzweifelten Schritt, um gesünder zu wirken

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Coca-Cola geht einen verzweifelten Schritt, um gesünder zu wirken

Millionen Kunden lieben Coca-Cola. Obwohl es eine Kalorienbombe ist.

Eine 0,5-Liter-Flasche enthält 18 Stück Würfelzucker. Damit das aber nicht im Gedächtnis bleibt, sponsert Coca-Cola Wissenschaftler. Wissenschaftler, die gern mal vereinfachend sagen: Nicht Limo und Fast Food machen dick, sondern zu wenig Bewegung. Kritik an zu viel Essen und zu viel Süßgetränken? Diese Forscher sagen: „Es gibt eigentlich keinen überzeugenden Beweis, dass das stimmt.“ Die Aussagen stammen vom Global Energy Balance Network. Die Homepage dieser Organisation hat Coca-Cola registriert, wie die „New York Times“ berichtet. Coca-Cola unterstützt die Forscher großzügig. 1,5 Millionen Dollar gab es für das Netzwerk im letzten Jahr, und zuvor bereits 4 Millionen für die Gründungsmitglieder des Netzwerkes. Experten kritisieren die Coca-Cola-Forscher. Denn Süßgetränke hätten sehr wohl eine Mitschuld an der wachsenden Anzahl Übergewichtiger. Immer wieder schlagen Politiker in verschiedenen Ländern eine „Cola-Steuer“ ein - damit weniger Leute Limos kaufen. Coca-Cola versteht die Aufregung nicht: „Es ist uns wichtig, dass die Forscher, mit denen wir zusammenarbeiten, ihre eigenen Ansichten und Erkenntnisse präsentieren – unabhängig von den Ergebnissen.“ Dann ist noch von Transparenz die Rede. Womöglich ist damit dieser kleine Hinweis auf der Homepage vom Global Energy Balance Network gemeint. Die renommierte Ernährungsexpertin Marion Nestle von der New York University findet deutliche Worte: „Normaler Sport ist nicht genug, um eine übermäßige Energiezufuhr auszugleichen“, sagt sie. „Coca-Colas Agenda ist sehr klar: Wir holen uns diese Forscher, um die Wissenschaft zu verwirren und um von Diätvorschriften abzulenken.“



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