"Wir haben die EU gelehrt, was Menschlichkeit heißt": Dieser Satz von Erdogan ist ein Seitenhieb - auf die EU

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Dieser Satz von Erdogan ist ein Seitenhieb - auf die EU

Der türkische Ministerpräsident Erdogan soll der EU helfen, die Flüchtlingskrise zu meistern. Er beginnt seine neue Aufgabe mit ziemlich vielen spitzen Worten. Und präsentiert die Türkei als Speerspitze der Menschenrechte.

Doch in der Flüchtlingskrise dreht Präsident Erdogan den Spieß um. Unmittelbar vor seiner Brüssel-Reise am Montag setzte er bei einem Wahlkampfauftritt in Straßburg eine deutliche Spitze gegen die EU-Staaten – ZITAT: „Wir haben die Europäische Union und die ganze Welt gelehrt, was Menschlichkeit heißt.“ Die Türkei nimmt weltweit die meisten Flüchtlinge auf. Alleine aus Syrien seien derzeit 2,2 Millionen Migranten im Land, so Erdogan. Den europäischen Nachbarn warf er vor, in Asylfragen die Grundsätze der UN-Menschenrechtscharta zu missachten – Zitat: „Gibt es da nicht eine Passage zu Flüchtlingen? Haben Sie die nicht gelesen?“ Erdogan bezieht sich damit auf Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der besagt: „Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.“ Auch bei dem Treffen in Brüssel blieb der türkische Präsident auf Konfrontationskurs. Er kritisierte die Uneinigkeit der EU-Staaten in Flüchtlingsfragen – ZITAT: „Unsere europäischen Freunde haben Schwierigkeiten, in der Krise eine gemeinsame Position zu finden.“ Trotzdem konnten sich die Europäische Kommission und Ankara auf einen Aktionsplan für die künftige Zusammenarbeit einigen.



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