Video: Wenn euer Kind diese Puppe geschenkt bekommt, werft sie sofort weg

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Wenn euer Kind diese Puppe geschenkt bekommt, werft sie sofort weg

Vor 20 Jahren träumten alle kleinen Mädchen von der Baby-Born-Puppe.

Sie war heiß begehrt, konnte gefüttert werden und war in jedem Kinderzimmer vorzufinden. Der heutige Kassenschlager heißt Cayla, hat lange blonde Haare, unschuldige Puppenaugen und kann sogar sprechen. Und das macht sie leider alles andere als unschuldig. Denn ihr Innenleben ist laut Bundesnetzagentur hochbrisant – und gehört deshalb verboten. Die Behörde fordert die Eltern sogar dazu auf, die Puppe zu vernichten, um sich nicht strafbar zu machen. Was sie so gefährlich macht? In der smarten Puppe ist eine in Deutschland nicht erlaubte Sendeanlage versteckt. Das fand ein Jura-Student heraus, berichtet das Portal “Netzpolitik.org”. Stefan Hessel von der Universität des Saarlandes ordnete die Puppe aufgrund des ungesicherten Zugriffs auf das Mikrofon via Bluetooth in einem Rechtsgutachten als verbotene Sendeanlage ein. Cayla ist nämlich per App mit dem Internet verbunden. Dank Bluetooth-Mikro und Lautsprecher liefert die Puppe Antworten aus dem Internet. Und da liegt ihre Gefahr. Gegenüber “Netzpolitik.org” sagte Hessel: “Jedes Bluetooth fähige Gerät in Reichweite von etwa zehn Metern kann eine Verbindung zu der Puppe aufbauen und Lautsprecher und Mikrofon nutzen. In einem Versuch hatte ich auch über mehrere Wände hindurch auf die Puppe Zugriff. Es fehlt an eingebauten Sicherungen.” Das Brisante: Der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels wählte die Puppe 2014 in die “Top 10 Spielzeuge des Jahres”. Bei Verbraucherschützern war “My friend Cayla” wegen Sicherheitslücken und Datenschutzfragen jedoch schon seit längerem umstritten. Puppe Cayla wird nun vorerst vom Markt genommen.

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