Ermittler: Fast keine Flüchtlinge unter den Sex-Tätern von Köln

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Fast keine Flüchtlinge unter den Sex-Tätern von Köln

Aktuelle Zahlen widersprechen dem Bild, nach dem die Silvesternacht von Köln unmittelbare Folge der aktuellen Flüchtlingswelle ist.

Einige Tage nach den schrecklichen Ereignissen der Kölner Silvesternacht hetzte Pegida mit Sprüchen wie “Rapefugees not welcome” gegen Flüchtlinge.

Die Demonstration einiger Syrer auf der Kölner Domplatte, die sich gegen Sexismus aussprachen, blieb dagegen weitgehend unbeachtet. In der öffentlichen Diskussion wurde stattdessen oftmals ein Bild gezeichnet, das die Kölner Silvesterattacken als unmittelbare Folge der aktuellen Flüchtlingswelle darstellt.
 

Aktuelle Zahlen widersprechen dem. Denn von zunächst 58 Verdächtigen im Zusammenhang mit den Kölner Silvester-Übergriffen waren laut Kölns Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer nur drei (!) Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr in Deutschland angekommen sind – zwei Syrer und ein Iraker. Die meisten waren Marokkaner und Algerier, die schon länger in Deutschland leben.

Mittlerweile gibt es zwar neue Zahlen – es wird gegen 73 Beschuldigte ermittelt –, die Tendenz bleibt aber gleich: Die beiden größten Gruppen kommen den Ermittlern zufolge aus Marokko und Algerien. Denn in deren Heimatregionen herrscht kein Bürgerkrieg. Es handelt sich also nicht um Kriegsflüchtlinge, sondern um klassische Asylbewerber – allerdings mit geringen Erfolgschancen.

Daran lässt sich ablesen, wie sehr die Debatte schon nach kurzer Zeit aus der Spur geraten war.

Die Kölner Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme gegenüber der Huffington Post nicht erreichbar.

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