Schweinefleischverbot: In dieser deutschen Stadt gilt jetzt "Schweinefleischverbot" in Kitas

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In dieser deutschen Stadt gilt jetzt Schweinefleischverbot in Kitas

Während die Kleinen friedlich spielen, streiten sich die Großen. Stein des Anstoßes ist der Speiseplan in Kindertagesstätten und Schulen. Immer mehr Einrichtungen verzichten auf Schweinefleisch, wie die „Katholische Nachrichten Agentur“ (KNA) berichtet.

Der Grund: Muslimische Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder Schweinefleisch essen. Das gilt im islamischen Glauben als unrein. Weil im Alltag die Zubereitung und das Verteilen verschiedener Gerichte oft nicht realisiert werden kann, verzichten viele Einrichtungen auf Schnitzel und Co.

 

Zuletzt verhängte die Stadt Flensburg ein „Schweinefleischverbot“ an Kitas und Grundschulen, berichtet das Nachrichtenportal „SHZ“. Auch in Frankfurt verzichten Kitas immer häufiger auf Schwein, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

 

Das Vorgehen ist Gegenstand von Diskussionen.

 

Aus praktischer Sicht ist es für viele Kitas möglicherweise die einzige Möglichkeit, alle Kinder mit essen zu versorgen.

 

Bleibt noch die moralische Bewertung. Die Frage, inwieweit sich eine Gesellschaft an Veränderungen durch Zuwanderung anpassen muss, darf, soll.

 

Die Ernährungsumstellung vieler Einrichtungen führt nicht nur bei Eltern zu Unmut. "Es kann nicht sein, dass wir Schweinefleisch, das Teil unserer Ernährung und Esskultur ist, einfach von den Speiseplänen verbannen", wetterte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ).

 

Experten sehen dennoch einen Trend: Die Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Ulrike Arens-Azevedo, sagte der „WAZ“: "In den nächsten Jahren wird das Schweinefleisch immer weiter von den Speiseplänen in Kitas und Schulen verschwinden“

Charlotte Zink

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