Forscher zeigen: In dieser deutschen Region herrscht Erdbebengefahr

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In dieser deutschen Region herrscht Erdbebengefahr

Schwere Erbeben mitten in Deutschland? Galten als unwahrscheinlich. Bis jetzt.

Die Gefahr ist im Rheinland offenbar aber erheblich größer als bisher angenommen, wie Wissenschaftler um Christoph Grützner von der Cambridge University herausgefunden haben. Die Paläoseismologen sind bei Grabungen während eines Autobahnbaus zwischen Aachen und Köln auf Spuren eines schweren Bebens gestoßen.

 

Sie gehen von einer Stärke zwischen 6,4 und 7,0 aus – und das vor 2500 bis 9000 Jahren, wie Grützner jetzt "Spiegel Online" sagte. Dass es nach der letzten Eiszeit ein derart schweres Beben gab, widerspreche der Theorie, dass die Erdbebentätigkeit stark abgenommen habe. Grützner kommt zu dem Schluss, dass insofern auch in Zukunft sehr starke Beben möglich seien.

 

Die Wissenschaftler fanden die Erdbebenspuren an der sogenannten Rurrand-Verwerfung in der Niederrheinischen Bucht. Meist vergingen zwar mehrere 10.000 Jahre zwischen starken Beben. Aufgrund vieler Bruchstörungen in der Region könne sich das Intervall aber verkürzen, glaubt Grützner. Dies gelte auch für die Verwerfungen entlang des Oberrheingrabens. Wenn noch an weiteren Orten Spuren schwerer Beben gefunden werden, müsse man über eine Neueinschätzung der Erdbebengefahr in Deutschland nachdenken.

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